Windows 7 hat viele Merkmale, die mobilen Benutzern helfen, das Beste aus ihren lokalen Ressourcen herauszuholen, ohne dass Firmendaten in Mitleidenschaft gezogen werden. Wir zeigen Ihnen einige der Vorteile aus wenigen Highlights, die dem Benutzer zur Verfügung stehen.

Mitarbeiter, die unterwegs sind, müssen sich jederzeit auf besondere Herausforderungen einstellen. Diese Benutzer tragen nicht nur ihre gesamte Ausrüstung bei sich, sondern müssen auch noch externe Herausforderungen bestehen, die die Sicherheit ihrer Daten auf ihren Systemen gefährden oder die Ausübung ihrer Arbeit erschweren.

Windows 7 kann helfen. Es enthält eine Reihe von Vorzügen, die das Leben der auf Reisen befindlichen Mitarbeiter leichter machen. Dazu gehören der automatische Standard-Druckerschalter, der verbesserte Offline Dateisupport, der sichere VPN-freie Zugang zu den Mitarbeitern im Büro und das neue Mobility Control Panel [Mobilitätssteuerungskonsole].

Es gibt beispielsweise nur wenige unter uns, die während ihrer Arbeit zu Hause oder unterwegs, noch niemals halbherzig die Taste “Drucken” angeklickt haben, um Ihr Dokument an den Standard-Drucker im Büro zu senden. Im besten Fall ist dies ein Ärgernis und es erscheint eine unnötige Baumstruktur.  Im schlechtesten Fall sind die vertraulichen Informationen gefährdet.

Mit den standortsensiblen Fähigkeiten von Windows 7  können Sie ganz einfach den Standarddrucker für jeden Standort einstellen. Wenn Sie dann den Anschluss an ein anderes Netzwerk herstellen, stellt sich der Standarddrucker von allein um.  Wenn Sie schlau genug sind, um außerhalb des Büros den richtigen Drucker zu wählen (z. B. ein Home-Gerät oder vielleicht einen PDF Writer), erinnert sich Windows 7 daran und schaltet um, so dass dieses Gerät das nächste Mal, wenn Sie an das gleiche Netzwerk angeschlossen sind, verwendet wird.   Sie können jedoch auch die Drucker für die einzelnen Standorte manuell konfigurieren.

Sie rufen lediglich den Bildschirm Geräte und Drucker auf, wählen dann  aus der Menüleiste einen Drucker aus und klicken auf Standarddrucker verwalten. Danach wählen Sie den Standarddrucker für jedes Netzwerk. Klicken Sie auf die Optionsschaltfläche neben „Standarddrucker ändern, wenn ich das Netzwerk ändere.”

Abb. 2: Die Standarddrucker-Einstellung wird über das Dialogfenster Geräte und Drucker gesteuert.

Sie können einen physischen Drucker oder einen Pseudo-Drucker (wie PDF-Creator) wählen. Wie Sie in Abb. 1 sehen, lässt sich das Druckverhalten auch festlegen, wenn Sie nicht an ein Netzwerk angeschlossen sind und vielleicht über einen direkt angeschlossenen USB-Drucker ausdrucken oder den Ausdruck an eine Anwendung schicken möchten.

Sobald Sie OK klicken, ändert sich der Standarddrucker automatisch, wann immer Sie das Netzwerk ändern. Es gibt daher kein überraschendes Versenden der Ausdrucke an falsche Standorte.

Nicht nur Drucker bereiten dem außerhalb des Büros arbeitenden Personal Kummer.

Der Offline Zugriff auf die serverbasierten Dateien war bei verschiedenen Windows Versionen eine zeitlang möglich und hat den mobilen Benutzern erlaubt, auch im abgeschalteten Zustand an Ihren Dateien zu arbeiten. Die Rückkehr ins Büro ist jedoch oftmals verbunden mit mühsamen und zeitraubenden Resynchronisierungen jener Dateien, deren Versionen auf dem Server liegen. Windows 7 hat hier Neuerungen zu bieten, um den Transfer zu und von den Servern weniger mühsam zu machen.

Nehmen wir Kim, einen Benutzer, der Offline gearbeitet hat. Wenn Kim sich erneut an das Netzwerk anschließt, werden die Dateien beim Einloggen nicht sofort auf den Server kopiert. Stattdessen werden Dateien, die für die Synchronisierung gebraucht werden, zuerst in ein lokales Cache verschoben und dann im Hintergrund auf den Server synchronisiert. Das verkürzt drastisch die Verzögerung bei einem System-Startup.

Wenn jemand anderes an der Datei Online arbeitet, während Kim sie auf Offline ändert, wird dies automatisch von der Synchronisierung erkannt, die inkonsistenten Versionen werden gekennzeichnet und der Benutzer wird gefragt, welche Version er akzeptiert.

Administratoren können die Synchronisationspläne steuern und entscheiden, wann Dateien synchronisiert werden sollen, um zu vermeiden, dass es zu Netzwerkengpässen kommt. Außerdem kann das „Ablaufdatum“ festgelegt werden, an dem die Offline -Dateien erneut zu sychronisieren sind.

Wenn sich ein Unternehmen entschieden hat, Windows Server 2008 R2 und Windows 7 Enterprise oder Ultimate Edition einzusetzen, gibt dies mobilen Mitarbeitern noch mehr Flexibilität.  DirectAccess ist ein sicherer, VPN-freier Weg, um mit Hilfe von Windows Server 2008 R2 den Anschluss an ein Firmennetzwerk herzustellen, um damit Zugriff auf gemeinsame Dateien, SharePoints und Intranet-Seiten zu erhalten. DirectAccess auf der Basis von IPv6 ermöglicht über einen Mechanismus, wie Group Policy, eine zentrale Verwaltung, wenn das System mit dem Internet verbunden ist. Dabei ist es unerheblich, ob der Computer tatsächlich an das Firmennetzwerk angeschlossen ist oder nicht.  DirectAccess nutzt IPSec für die Authentifizierung und Verschlüsselung und unterstützt Multifactor Authentification.

Bevor Sie in Ihrem Unternehmen DirectAccess verwenden, müssen zuvor einige Voraussetzungen erfüllt sein.  Das Netzwerk muss mit einem auf Windows Server 2008 basierenden DNS-Server ausgestattet sein, um die AAAA-Dokumente für die IPv6 Knoten zu unterstützen.  Wenn die Remote-Geräte an die Server, die IPv6 (sehr wahrscheinlich) nicht unterstützen, angeschlossen werden müssen, ist zusätzlich ein Gerät-unterstützendes NAT-PT erforderlich, um diese Lücke zu schließen.

Unternehmen, die weiterhin VPN-Clients von Drittanbietern anstatt von DirectAccess verwenden müssen, werden jedoch von Verbesserungen nicht ausgeschlossen. Für Sie macht VPN Reconnect die unvermeidbar verloren gegangenen Verbindungen weniger ärgerlich.  Dazu wird die Internet Key Exchange Version 2 (IKEv2) Technologie verwendet, so dass eine konsistente VPN-Konnektivität gewährleistet ist und alle VPN erneut hergestellt werden, wenn die Internetverbindungen der Benutzer vorübergehend unterbrochen sind. Die Absicht von Microsoft ist,  mit diesem Merkmal  speziell die Benutzer des mobilen Breitbands anzusprechen. Wenn sich zum Beispiel ein Benutzer in der Eisenbahn befindet, kann das Signal abreißen und die Internetverbindung kurz unterbrochen werden, wenn der Zug durch einen Tunnel fährt.

Abb. 3 Windows 7 sammelt alle “Road Warrior” Tools an übersichtlicher Stelle.

Schließlich bietet das Mobility Center (Abb. 2) Road Warriors, einen one-stop shop, in dem häufig verwendete Einstellung gemacht werden.  Sie befinden sich auf einem Kunden-Meeting? Sie können den Präsentationsmodus einschalten. Sie müssen einen externen Bildschirm aufstellen? Sie können ihn im Mobility Center einrichten, die Bildschirmhelligkeit einstellen, die Batterie prüfen oder ihn sogar drahtlos schalten.

Der einfachste Weg zum Mobility Center führt über die Eingabe “mobility” im Suchfeld des Startmenüs.  Dann befestigen Sie es dort, wo es für Sie am bequemsten ist und machen weiter.

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