Windows 7 unterstützt SQL Server in mehreren Versionen und Edition-Kombinationen. In diesem Artikel erkläre ich, welche Editionen und Versionen von Windows und SQL Server miteinander funktionieren. Außerdem erkläre ich die Verwendungen für jede SQL Server-Edition, gebe einige Installations- und Konfigurationstipps und wie neue Funktionen in Windows 7 für SQL Server genutzt werden können.
Jedes Mal, wenn ein neues Betriebssystem auf den Markt kommt, haben Entwickler und IT-Administratoren eine ganze Reihe von Dingen zu tun, um einen ordnungsgemäßen Datenbankvorgang und eine optimale Leistung sicherzustellen. SQL Server, Microsofts Aushängeschild bei den Datenbankprodukten, kann auf Plattformen ausgeführt werden, die so klein sind wie Windows-Mobiltelefone bis hin zu Multiprozessor-Multi-Core-Server und dem Itanium-Chipset von Intel. Je nach Edition und Version kann alles installiert werden – vom Datenbankmodul bis zu den Verwaltungstools.
Eine SQL Server-Installation kann auf einem Betriebssystem auf Arbeitsstationsebene wie Windows 7 aus drei Gründen vorgenommen werden. Erstens kann ein Datenbankexperte die Arbeitsstation als Administrator oder als Entwicklungstool benutzen. In diesem Fall möchte der Entwickler oder Datenadministrator auf dem lokalen System zumeist eine höhere Berechtigungsstufe. Mit Windows 7 ist das Benutzerkontensteuerungs-Subsystem ausgewogen genug, dass diesen erfahrenen Benutzern gestattet werden kann, für die Ausführung derselben Tools geringere Rechte anzuwenden, was eine sicherere Praktik ist.
Hinweis: Wenn ein Benutzer durch eine Mitgliedschaft bei einer Windows-Gruppe auf SQL Server zugreift, müssen Sie darauf achten, dass das reduzierte Konto Teil dieser Gruppe ist. Siehe die Onlinedokumentation zum Thema Authentifizierung wegen weiterer Informationen.
Wenn Ihre Organisation eine Lizenz für SQL Server 2008 besitzt, können die Client- und Entwickler-Tools zum Management von SQL Server 2000, SQL Server 2005 und SQL Server 2008 benutzt werden. Die SQL Server 2008-Tools sind auch mit der Benutzerkontensteuerung kompatibel, wodurch Entwickler und Administratoren auf der Arbeitsstation mit einer niedrigeren Berechtigungsstufe arbeiten können, was die Sicherheit erhöht. Durch die Kombination von Windows 7 und SQL Server 2008 (und höher) entsteht ein sicheres, ausgewogenes System, selbst wenn der Benutzer kein lokaler Administrator ist.
Die zweite Verwendung für SQL Server auf Windows 7 ist als Back-End für eine Client-Anwendung. In diesem Fall finden Sie entweder SQL Server Compact Edition (CE) oder SQL Server Express Edition in den Versionen 2005 oder 2008. Normalerweise muss das IT-Personal keine besonderen Installationsschritte ausführen, da in der Anwendungsinstallation die Installationsneuverteilung von SQL Server vorhanden ist. Eventuell hat das System, das Sie auf Windows 7 aktualisieren, eine ältere Version des SQL Server, die nicht mehr unterstützt wird. Dies kann zu Problemen bei der Aktualisierung führen, wie Sie gleich sehen werden.
SQL Server kann auf Windows 7 auch im Rahmen einer vollständigen Entwicklungsumgebung installiert werden. Die SQL Server 2005 oder SQL Server 2008 Developer Edition hat dieselben Funktionen und Fähigkeiten wie die Enterprise Edition des SQL Server, ist jedoch nur für einen Entwickler lizenziert. Solange dies unterstützt wird, können Sie die Funktion Virtual PC und ein Betriebssystem auf Serverebene als Gast verwenden, um die Funktionalität zu verbessern. Hierdurch entsteht eine isolierte Umgebung, die weitgehend dem System entspricht, das den Code ausführt.
Versionen und Editionen von SQL Server auf Windows 7 unterstützt
SQL Server gibt es in verschiedenen Versionen (je nach dem Zeitpunkt der Freigabe) und Editionen (je nach Funktionen und Eigenschaften). Für SQL Server 2000 und davor gibt es keinen allgemeinen Support mehr, d. h., dass für diese Versionen keine Service Packs, Sicherheitspatches oder Funktionen freigegeben werden. SQL Server 2005 und höher werden für die Tools und (je nach Edition) das Modul auf Windows 7 unterstützt. Die offizielle Supportmatrix befindet sich in der Onlinedokumentation für SQL Server 2005 und höher. Bei Abfassung dieses Artikels gilt jedoch Folgendes Diagramm:
| Windows 7 Edition | SQL Server 2005 Edition (erfordert Service Pack 2) | SQL Server 2008 (und höher) Edition (Service Pack 1 erforderlich) |
| Ultimate, Enterprise und Professional | x64, x32 Standard, Modul und Tools
x64, x32 Entwickler, Modul und Tools x64, x32 Arbeitsgruppe, Modul und Tools Expressmodul CE-Modul Clienttools |
x64, x32 Standard, Modul und Tools
x64, x32 Entwickler, Modul und Tools x64, x32 Web, Modul und Tools Expressmodul CE-Modul Clienttools |
Die x64 Editionen von SQL Server benötigen die x64 Edition von Windows 7. Editionen von Windows 7 unter Professional habe ich nicht aufgenommen, aber die Clienttools, CE- und Express-Versionen funktionieren mit niedrigeren Editionen von Windows 7.
Wenn Sie die Migration einer älteren Arbeitsstation durchführen, könnte es sein, dass Microsoft Data Engine (MSDE) installiert ist. Dies ist die früheste Version der kleineren Datenbankeditionen von Microsoft, die oft das Jet-Datenbankmodul für ältere Microsoft Access-Anwendungen ersetzt hat. Da es sich hier um ein SQL Server 2000-Versionsmodul handelt, ist es nicht mehr Teil des allgemeinen Supports für SQL Server. Setzen Sie sich mit dem Hersteller oder Entwickler der Anwendung in Verbindung, um zu erfahren, ob sie ein Upgrade der Datenbank durchgeführt haben, so dass eine Verwendung von SQL Server Express oder SQL Server Compact Edition, die neuen kleineren Versionen von SQL Server, möglich ist.
Um festzustellen, ob auf einem System SQL Server installiert ist, führen Sie den Befehl NET START aus und suchen Sie nach dem MSSQLSERVER Service. Wenn ja, führen Sie den Microsoft Assessment and Planning Solution Accelerator (ein kostenloses Programm von Microsoft) aus, um die Details über die SQL Server Version, Edition und die gegenwärtige Anzahl und Größe der Datenbanken sowie die derzeitige Ressourcenverwendung festzustellen.
Installation von SQL Server-Komponenten auf Windows 7
SQL Server 2000 ist auf Windows 7 nicht unterstützt. Sie können jedoch die Installation durchführen. Für die Installation setzen Sie die Dienste auf „Lokales System“; ändern Sie sie dann in den Diensten der Systemsteuerung.
Die Anwendung „Dienste“ in der Systemsteuerung
Wenn Sie in der Developer Edition Reporting Services testen und verwenden wollen, sind für die SQL Server 2005 Developer Edition Internetinformationsdienste (IIS) erforderlich. Da diese Version nicht wie SQL Server 2008 mit der Benutzerkontensteuerung kompatibel ist, können Sie mit der rechten Maustaste auf die Tools klicken und wenn nötig die Funktion Als Administrator ausführen in Windows 7 ausführen, insbesondere zum Gruppen-Pass-Through für die Authentifizierung, ob in der Installation nur die Gruppe „Lokale Administratoren“ in SQL Server enthalten ist. Wenn Sie die Funktion Reporting Services in der Developer oder Standard Edition ausführen möchten, gilt für SQL Server 2005, dass Sie die IIS-Funktion in Windows 7 von der Systemsteuerung hinzufügen müssen.
Windows-Funktionen Systemsteuerung
Die SQL Server 2008-Installation erkennt die Betriebssysteme Windows 2008 Server und Windows 7 und handhabt Voraussetzungen als Teil der ursprünglichen Installation. Während der Installation der Modulfunktionen (auf den Standard und Developer Editions) werden Sie zwei Stellen finden, um den Sicherheitsgruppen einen „Aktuellen Benutzer hinzuzufügen“. Dadurch kann sich die Person, die die Installation durchführt, anmelden, sobald die Installation abgeschlossen ist. Eventuell müssen Sie auch die Windows-Firewall konfigurieren, um Remoteverbindungen zu bestimmten SQL Server-Modulen und Reporting Services-Funktionen zu gestatten.
Setupunterstützungsregeln in SQL Server
Ich werde dieses Erfordernis gleich näher erklären.
Konfigurationsschritte nach der Installation
Sobald Sie die Installation der Tools für SQL Server auf Windows 7 abgeschlossen haben, sind Netzwerkausnahmen in der Windows-Firewall für SQL Server auf dem TCP/IP Port 1433 und 1434 ausgehend die einzige Konfiguration, die notwendig ist. Weitere Informationen dazu finden Sie auf diesem MSDN-Blogbeitrag auf SQL Server und die Windows Server 2008 Firewall.
Wenn Sie das Modul für SQL Server auf Windows 7 installieren, ist es zumeist sinnvoll, die Speicheranforderungen zu reduzieren. Hierzu können Sie die Grafiktools verwenden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Namen der Instanz in SQL Server Management Studio wählen Sie Eigenschaften, oder Sie können den Befehl sp_configure in Transact-SQL benutzen. Auf meinem 2GB-System habe ich die Speicherverwendung von SQL Server auf 512 MB beschränkt. Mit folgendem Beispiel kann der Speicher auf dieses Limit eingestellt werden:
EXEC sys.sp_configure N’show advanced options’, N’1′ RECONFIGURE WITH OVERRIDE
GO
EXEC sys.sp_configure N’max server memory (MB)’, N’512′
GO
RECONFIGURE WITH OVERRIDE
GO
EXEC sys.sp_configure N’show advanced options’, N’0′ RECONFIGURE WITH OVERRIDE
GO
Windows 7-Funktionen für SQL Server
In Windows 7 sind zahlreiche Funktionen enthalten, die den Ablauf von SQL Server verbessern. Davon sind einige nennenswert.
Für Entwicklungsaufgaben: Wenn man mit der „Window Snap“-Funktion ein Fenster auf die rechte oder linke Seite des Bildschirms zieht, sind dadurch schnelle Vergleiche von Datensets möglich, man kann ziehen und ablegen und eine allgemeine Bildschirmoptimierung durchführen.
Fensterausrichtung
Virtual PC
In Windows 7 in der Business Edition ist noch eine weitere nützliche Funktion enthalten – Virtual PC. Durch diese Virtualisierungsfähigkeit können Sie für jeden Entwickler eine vollständige Umgebung auf Serverebene ausführen, mit der Möglichkeit, auf diesen Maschinen Wiederherstellungspunkte einzurichten, die Maschinen zu anderen Entwicklern zu kopieren und vieles mehr. Durch die Verwendung einer virtuellen Maschine für SQL Server erhalten Sie sozusagen eine vollständige Serverumgebung, die von Ihrem üblichen „Desktop“-System völlig getrennt ist, ohne dass Kosten für zusätzliche Hardware anfallen. (Für weitere Informationen über Windows 7 und Virtualisierung siehe Wie die Desktop-Virtualisierung die Windows 7 Migration erleichtert.
Problemaufzeichnung
Die Problemaufzeichnung [Problem Step Recorder oder PSR] ist auch für SQL Server vorteilhaft. Sie können diese Funktion vom Menü Windows-Schaltfläche| Ausführen starten und dann die Aktivitäten auf Ihrem System aufzeichnen. Durch diese Funktion entsteht eine ZIP-Datei, in der ein Set von Webseiten enthalten ist, die Bildschirmaktivitäten aufzeichnen. Sie können dies nicht nur verwenden, um Microsoft Probleme zu melden, sondern auch für Screenshots für Schulungen. (Siehe Verwendung der Problemaufzeichnung zur Ferndiagnose von Problemen wegen detaillierter Informationen.)
PowerShell 2.0 ist im Lieferumfang von Windows 7 enthalten. Hierdurch können Sie mit SQL Server unter Verwendung der Server Management Objects-Bibliotheken und systemeigen in SQL Server 2008 arbeiten. Da PowerShell mit Windows-Laufwerken, Ereignisprotokollen und der Registrierung funktioniert, können Sie einfache Skripts verwenden, die mit Windows, SQL Server, Outlook, dem Web und vielem mehr kommunizieren. Hier können Sie mehr über SQL Server und PowerShell lesen: Der Scripting Guy Blog.
Windows 7 und SQL Server sind eine leistungsstarke Kombination, die gut zusammenarbeitet. Wenn Sie diese Tipps und Konfigurationsschritte anwenden, können Sie für Ihre Programme, Entwickler und Datenbankadministratoren eine solide Plattform garantieren.













