In früheren Windows Versionen galten die USP-Ports als erhebliches Sicherheitsrisiko für die Rechneranlage des Unternehmens.

Windows 7 enthält eine Reihe von USB-Verbesserungen und ermöglicht die absolute Steuerbarkeit von Flash-Laufwerken. Wir verraten Ihnen, was Sie wissen müssen.

Windows 7 reagiert sensibler auf USB als frühere Versionen von Windows. Das neue Betriebssystem wurde mit verschiedenen neuen Merkmalen ausgestattet, um die Sicherheit bei Verwendung von USB-„Flash-Laufwerken“ zu erhöhen und für Administratoren und IT-Personal nützlicher zu gestalten.

Dies geht über die Anwendungen und Diagnosen eines USB Flash-Laufwerks hinaus. Sie können jetzt in Windows 7 von einem USB-Laufwerk aus booten. Sie können das USB Flash-Laufwerk verwenden, um Windows 7 zu installieren und den gesamten Inhalt eines Flash-Laufwerks verschlüsseln.  Außerdem ist die Verwendung  von bis zu 8 Laufwerken als zusätzliches Disketten-Cache möglich, um die Systemleistung zu erhöhen.

Nicht alle dieser Merkmale sind neu in Windows 7. Microsoft hat bereits einige von Ihnen mit Vista eingeführt. Die Versionen des neuesten Microsoft-Betriebssystems sind jedoch leistungsfähiger, ausgefeilter und verfügen über mehr Merkmale als ihre Vista-Vorgänger.

In Windows Vista gab es eine begrenzte Wahlmöglichkeit für den USB-Port des Systems. Es war beispielsweise möglich, für spezielle Benutzer oder für das System als Ganzes den Port vollkommen abzustellen oder die Funktion Read or Write zu deaktivieren.  Mit BitLocker To Go können Sie jetzt den Port für spezielle Gerätearten oder auch spezielle Geräte aktivieren und eine generelle Einstellung für die Read & Write Genehmigung vornehmen.

ReadyBoost

ReadyBoost wurde mit Vista eingeführt, jetzt jedoch auf Windows 7 erweitert. ReadyBoost verwendet einen Flash-Speicher als Antrieb für das Disketten-Cache. Da Flash erheblich schneller als eine Diskette ist, ergibt sich eine verbesserte Leistung.

Da das Design von ReadyBoost für Windows 7 umgestaltet wurde, konnte die Leistung im Vergleich zu Windows Vista erheblich gesteigert werden. Dies bezieht sich sowohl auf die Abschaltung als auch auf die Anwendungsleistung. Benutzer berichten von Geschwindigkeitssteigerungen von 20 % oder mehr bei großen Dateien. Die Leistungssteigerung hängt jedoch im Allgemeinen von der Speichermenge im System ab. Die Beschleunigung ist besonders bei Windows 7 Systemen mit einer minimalen Speichermenge spürbar.

Die Originalversion von ReadyBoost war auf einen einzigen Flash-Stick mit einer Speicherkapazität von 4 GB limitiert. Bei Windows 7 unterstützt ReadyBoost bis zu 8 Sticks für maximal  256 GB zusätzliche Speicherkapazität. (Microsoft empfielt als maximale Speichermenge von ReadyBoost ein Verhältnis von 1:3 RAM.

Für Administratoren und Mitarbeiter im Technischen Support ist ReadyBoost ein stabiles und einsatzbereites Diagnosetool für Computer mit unzureichender Leistung. Wie die technischen Mitarbeiter wissen, ist die häufigste Ursache für eine schlechte Leistung eine unzureichende RAM-Kapazität, die jedoch nicht der einzige Grund ist. Die Frage lautet: Lohnt es sich, die RAM-Kapazität für speziell dieses träge Gerät zu erhöhen, um das System zu beschleunigen?

ReadyBoost liefert schnell die Antwort, da es ein Flash-Laufwerk als zusätzlichen Speicher verwendet.  Obwohl die Leistung wegen des Unterschieds zwischen Flash und RAM nicht gleich groß ist wie bei der Installation von mehr RAM,  können Sie sich beim Einstecken eines Speichersticks und bei seiner Verwendung als zusätzliches Disketten-Cache die Art der Verbesserung vorstellen und erwarten, dass das System über weitere Speicherkapazitäten verfügt.

BitLocker To Go

Flash-Laufwerke sind bequem, haben eine große Speicherkapazität und sind mobil. Die gleichen Merkmale implizieren jedoch auch, dass USB Flash-Laufwerke ein erhebliches Risiko für die Sicherheit darstellen. Die Laufwerke gehen leicht verloren und können große Informationsmengen beinhalten, die in einer Tasche oder im Portemonnaie aus dem Gebäude geschleust werden. Viele Unternehmen haben darin ein erhebliches Risiko gesehen und die USB-Ports an ihren Computern in der Weise deaktiviert, dass sie beim Abschalten versiegelt werden.

Weder bei Windows Vista und noch weniger bei Windows 7, sind solche extremen Maßnahmen erforderlich. Insbesondere Windows 7 enthält eine Flut von richtlinienbasierten Kontrollen für die Handhabung von USB-Ports und die angeschlossenen Geräte.

Microsoft hat die Anwendung von BitLocker auf die Editionen von Windows 7 Enterprise und Ultimate ausgedehnt, um auch die USB-Laufwerke zu erfassen. Das mit Windows Vista eingeführte Programm BitLocker ermöglicht die Verschlüsselung des gesamten Laufwerks und nicht nur der Dateien und Ordner auf dem Laufwerk, so dass eine umfassende Sicherheit gegeben ist.

Bei der Verwendung von BitLocker zusammen mit BitLocker To Go hat Microsoft die allgemeine Verwendung von BitLocker erheblich vereinfacht.  Erwähnt werden muss, dass keine manuelle separate Partitionierung mehr für die Bootup-Dateien, die nicht verschlüsselt laufen, erforderlich ist. Im Gegensatz zu den meisten Verschlüsselungsprogrammen von Drittanbietern lässt sich BitLocker durch eine Einstellgruppe oder individuelle Richtlinien steuern. Sie können zum Beispiel Gruppenrichtlinien einstellen, so dass Flash-Laufwerke nur Informationen von Systemen mit installiertem BitLocker herunterladen können. Das führt dazu, dass Benutzer beim Herunterladen von Informationen nicht so leicht vergessen, das Flash-Laufwerk zu verschlüsseln.

Auch wenn die Verschlüsselung eines Flash-Laufwerks nur in Windows 7 möglich ist, können Sie das Laufwerk trotzdem auf einem System mit Windows Vista lesen. Das bedeutet, dass auch Notebooks, die noch immer mit Vista laufen, von den Vorteilen einer vollständig verschlüsselten Diskette auf USB Flash-Laufwerken profitieren.

Die Verschlüsselung eines USB-Laufwerks ist so einfach, wie bei jedem anderen Laufwerk in Windows 7. USB-Laufwerk anschließen, dann auf “Computer” gehen und rechtsklicken und Bitlocker einschalten.

Vergewissern Sie sich, dass eine geeignete Passwortkontroll-Richtlinie vorhanden ist, bevor Sie BitLocker oder eine andere Art der Laufwerksverschlüsselung verwenden. Sie sollten die Option Recovery Key aktivieren, so dass Sie Zugang zum Laufwerksinhalt haben, wenn Sie das Passwort vergessen.  (Siehe Microsoft’s walkthrough of BitLocker.)

Booten von einem Flash-Laufwerk aus

Ein zum Booten geeignetes Flash-Laufwerk ist sehr bequem, wenn Windows 7 auf einem System, das nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist, installiert wurde oder läuft. Auch hier gilt: Windows 7 erleichtert die Erstellung eines zum Booten geeigneten Flash-Laufwerks.

Für Netbooks und andere Systeme ohne DVD-Laufwerk ist ein bootfähiges Bild auf einem Flash-Laufwerk eine alternative Methode für die Installation von Windows 7. Microsoft bietet ein bootfähiges Windows 7 Bild als Download vom Online-Store sowie ein Dienstprogramm, mit dem Namen Windows 7 USB/DVD Download Tool (WUDT), um den Vorgang auszuführen. Sie können aber auch ein bootfähiges Bild von einer Installations-DVD erstellen.

Es geht wesentlich schneller, Windows 7 von einem Flash-Laufwerk aus zu installieren, da diese Laufwerke eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit haben als DVDs.

Da Windows 7 ca. 2,5 GB Speicherplatz benötigt, müssen Sie mindestens ein 4 GB Flash-Laufwerk verwenden, um ein eigenes Bild zu erstellen. Ebenso müssen Sie das Zielsystem-BIOS so einstellen, dass zuerst vom Flash-Laufwerk gebootet wird.

Bei administrativen Aufgaben werden USB Flash-Laufwerke in Kürze alle Floppy Disks ersetzen. Sie sind kleiner, stabiler und können größere Datenmengen speichern. Tatsächlich werden  CDs oder DVDs bereits an vielen Arbeitsplätzen von Flash-Laufwerken ersetzt.  Der Support des Flash-Laufwerks für Windows 7 wird diesen Trend beschleunigen und das Flash-Laufwerk für Administratoren und andere Benutzer von Windows 7 noch flexibler und hilfreicher gestalten.

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